- 1. Mannschaft
«Wenn ich zuschauen muss, bin ich nervöser»
Matchvorschau SCL - EHC Frauenfeld, 29.11.2025
Der SC Langenthal wird am Samstag gegen den EHC Frauenfeld spielen. Für Nik Holstein wäre das ein Duell gegen jene Mannschaft, bei der er zuletzt spielte. Aufgrund einer Verletzung wird er aber vorerst weiterhin auf der Tribüne Platz nehmen müssen.
Die drei Mittelhandknochen die zum Ring-, Mittel- und Zeigefinger führen sind bei Nik Holstein gebrochen. «Im Spiel gegen Seewen, im ersten Einsatz ist es passiert. Ich hatte die Hand etwas komisch, wurde gecheckt – und als ich draussen war, hatte ich einen «Puckel», der nicht so gut aussah», erinnert sich der Verteidiger. Aktuell hat er deshalb Titanplatten drin, welche die Knochen stabilisieren und schützen. Damit will er – hoffentlich ab Januar – dann wieder spielen. «In sechs Monaten werden sie entfernt. Aber geplant ist, dass ich damit dann wieder spielen kann.» Auch deshalb ist er vorerst aber zum Zuschauen gezwungen. Am Samstag wird das für ihn noch etwas schwieriger, spielen die Langenthaler doch gegen sein Ex-Team Frauenfeld. «Wenn ich zuschauen muss, bin ich noch etwas nervöser als sonst. Und gegen Frauenfeld wird’s wahrscheinlich noch etwas schlimmer sein als sonst», sagt Nik Holstein. Immerhin: Schmerzen hat er derzeit keine und weil er an einer Fern-Uni studiert – er macht den Bachelor in Wirtschaft – hindert ihn seine Verletzung auch nicht bei der Arbeit.
Das Publikum war mitentscheidend
Dass er quasi ohne Präsenz-Pflicht studiert kam dem SCL indes zu Gute. Der Ex-SCB-Junior spielte in den letzten beiden Saisons nämlich in Frauenfeld und tat, was in dieser Liga eher selten ist. Er wechselte den Verein und zog quer durch die Schweiz um. «Bis ich 16 war spielte ich beim SC Bern, danach suchte ich einen Weg aus meiner Komfortzone raus und ging zum HCD», erklärt Holstein. Danach spielte er zuerst für Arosa, wo er auch sein Studium begann, und später eben bei Frauenfeld. «Und in der letzten Saison hatte ich dann das Gefühl, dass es Zeit ist, wieder in die Heimat zurückzukehren.» Das hat er mit dem Wechsel zum SCL getan – und darüber musste er sich gar nicht mal lange Gedanken machen. «Wir hatten immer wieder emotionale Duelle. Und ich dachte mir: In jedem Heimspiel vor einer solchen Kulisse zu spielen wäre wirklich toll. So machts einfach mehr Spass.» Mit anderen Worten: Das Publikum des SCL war das Zünglein an der Wage für Holsteins Wechsel in den Oberaargau.
Eine Hand voll Fragen an Nik Holstein
Abends bin ich Eishockeyspieler, am Tag bin ich...
Student
In der SCL-Kabine bin ich...
Eher ruhig, aber dafür bis am Schluss vor Ort.
Gelb-Blau bedeutet für mich...
Leidenschaft und Familie.
Wenn ich freie Zeit habe, verbringe ich diese mit...
Fischen – rund ums Jahr
Das Besondere an Heimspielen ist...
Die Stimmung.
