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19. September 2026

Sehr intensives Startspiel endet mit Sieg

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Der SC Langenthal ringt den Favoriten gleich im ersten Spiel nieder: In einem sehr intensiven Spiel gelingt gegen Wetzikon ein 2:1-Sieg der gut tut. Nicht zuletzt auch, weil der SCL dabei ein 0:1-Rückstand dreht und sich dadurch die ersten drei Punkte gleich im ersten Spiel sichert.

Der Matchbericht wird präsentiert von Mammut Lift, SCL-Hauptsponsor

Wer sich auf Seiten des SC Langenthal beim ersten Saisonspiel durch die Aufstellung des Gegners durchlas, dem war rasch klar, wieso der EHC Wetzikon vor der Saison als Favorit gehandelt wurde. Die Namen, für diese Liga durchaus klingend, lieferten dann aber nicht nur auf dem Papier Eindruck, sondern auch auf dem Eis. Nach zwei Minuten traf Billy Hunziker die Latte, weitere zwei Minuten später war es Mika Burkhalter der den Pfosten klirren liess. Während man beim SC Langenthal hoffte, dass dieser Sturmlauf nicht anhalten würde, sah sich der neutrale Beobachter darin bestärkt, dass mit Wetzikon wohl die beste Mannschaft ihren ersten Auftritt dieser Saison im Schoren hatte.
In den folgenden Minuten flachten die Angriffsbemühungen der Gäste aber tatsächlich ein bisschen ab. Einzelne Ungenauigkeiten oder vielleicht auch Abstimmungsfehler im ersten Saisonspiel ermöglichten es dem SCL in der Folge besser ins Spiel zu finden, weshalb plötzlich auf beiden Seiten Torschüsse und einzelne Chancen entstanden. Und dennoch: Die Führung erzielte Wetzikon schliesslich dann doch. Ein versprungener Puck, der David Moser eigentlich mit der Hand fangen wollte, diesen aber nicht traf, brachte Noel Siren in die bestmögliche Position vor Torhüter Louis Kurt, den er schliesslich (15.) zum 1:0 tunnelte.

Captain sorgt für Ausgleich
Kurt war immer mal wieder im Zentrum des Geschehens zeigte aber im ersten Saisonspiel eine wahrlich starke Leistung. Auch im zweiten Drittel war Wetzikon immer wieder gefährlich, Kurt blieb aber diesmal auch ohne die Hilfe der Torumrandung standhaft, reagierte oft blitzschnell und erfolgreich. Und das war auch wichtig, denn die Langenthaler hatten es schon früh nach Wiederaufnahme der Partie geschafft, diese auszugleichen. Verteidiger David Burri schoss die Scheibe kurz nach einer Überzahlphase so in Richtung Tor, dass Captain Fabio Kläy diese nur noch ablenken musste (22.) und dies wenige Meter vor dem gegnerischen Torhüter auch erfolgreich tat. Er selbst sprach dann später davon, dass solche Situationen gerade auch in einem ersten Spiel guttun, einen Rückstand wettmachen und zu sehen, was gelingen kann, sei auch in einem ersten Spiel wichtig, so Kläy. Und weil dann eben Kurt mit seinen Paraden das ausgeglichene Resultat in der Defensive festhielt, schienen die Oberaargauer im Mitteldrittel sogar immer mal wieder nah an einem Führungstor.

Eigengewächs entscheidet Partie
20 Minuten vor Schluss schien es für diese Partie aber nicht nur des Resultates wegen zwei mögliche Ausgänge zu geben, trafen doch hier zwei Mannschaften aufeinander, die sich in diesem ersten Spiel ein interessantes und intensives Duell lieferten. Auf Messers Schneide entschied sich die Begegnung aber nicht etwa durch einen grossen Namen, sondern durch ein Eigengewächs: Nach einem Sturmlauf von Verteidiger David Moser (55.) spielte dieser die Scheibe punktgenau zur Mitte, wo der Lotzwiler Tim Schaub, der vom SCB Future zu seinem Stammverein zurückkehrte, unter Bedrängnis einschieben und das 2:1 für die Langenthaler erzielen konnte.
Davon beflügelt war Langenthal nun noch besser: Sekunden später hätte Nils Wehrli bei einem Alleingang sogar auf 3:1 stellen können, verpasste dies aber knapp. Letztlich ging die Schlussphase für Torhüter Louis Kurt sogar geruhsam zu Ende, da die Langenthaler auch noch eine Strafe herausspielten und Wetzikon in der Schlussminute zu sechst kaum mehr für Gefahr sorgen konnte. «Ein Sieg im ersten Spiel zu Hause haben wir uns vorgenommen», sagte Fabio Kläy später, dass dies gelungen sei tue gut. Dabei sei das Spiel wahrlich intensiv gewesen und habe ihn vom Tempo fast schon ein bisschen an die letztjährigen Playoffs erinnert. Auch Wetzikon-Captain Rubio Schir meinte, dass er noch selten ein derart intensives erstes Spiel erlebt habe. Umso besser für die Langenthaler, die diesen Fight gegen einen wahrlich starken Gegner sogleich erfolgreich gestalten konnten.

Text und Bild: Leroy Ryser

Telegramm:
SC Langenthal – EHC Wetzikon 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)
Schoren, Langenthal. – 982 Zuschauer. – SR: Weber, Conrad/Wüthrich. – Tore: 15. Siren (Brander) 0:1. 22. Kläy (Burri, Rexha) 1:1. 55. Schaub (Moser, H. Krayem) 2:1. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal. 7mal 2 Minuten gegen Wetzikon.
Langenthal: Kurt; Holstein, Moser; Moesch, Burri; Grossenbacher, Thomas; H. Krayem, K. Krayem, Büttikofer; Wehrli, Rexha, Jobin; Balzer, Kläy, Liechti; Lanz, Meinen, Schaub.
Wetzikon: Deussen; Rubin, Hunziker; Marti, Buchli; Karrer, Müller; Etter; Vieli, Burkhalter, Halberstadt; Bedolla, Haller, Szczepaniec; Schneider, Tschudi, Schier; Hochheuser, Brander, Locher; Siren. 
Bemerkungen: Langenthal ohne Bleiker, Naber, Käser, Sommer, Krähenbühl (alle verletzt), Tassinari, Arnold und Eggenweiler (alle Junioren). 2. Lattenschuss Hunziker. 4. Pfostenschuss Burkhalter. 58. Time-Out Wetzikon. 59:30-60:00 Wetzikon ohne Deussen zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.
 

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