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16. September 2026

SCL startet mit einem Gradmesser

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Die Saisonvorschau wird präsentiert von der Läderach Lagersysteme AG

Am Samstag beginnt die MyHockey-League-Saison, in welchem sich der SC Langenthal gegenüber letzter Saison verbessern will. Dafür haben die Oberaargauer unter anderem Alban Rexha verpflichtet. Der Stürmer kennt nicht nur die Liga, sondern auch SCL und den Schoren. Die Erinnerungen daran waren bisher aber nicht immer gut…


Alban Rexha muss schmunzeln, als er an diesem Abend vor dem Training im Schoren auf der Tribüne sitzt und sich den Fragen zum Saisonstart stellt. «Als Gegner habe ich nie gerne hier gespielt», erinnert er sich. Das hat gute Gründe: Derbys hat der 33-Jährige nämlich erlebt, aber aus heutiger Sicht von der anderen Seite. Einerseits mit den SCL Tigers, bei denen er gross wurde und auf dem Weg zum Aufstieg im Jahr 2015 den «kleineren» SCL in den Halbfinals bezwang. Er erlebte die Derbys aber andererseits auch mit dem EHC Olten, beispielsweise im Jahr 2019, als Langenthal auf dem Weg zum Titel den Derbyrivalen im Halbfinal ausschaltete. «Als Gegner musst du, um aufs Eis zu kommen, eine Treppe nach unten und wieder eine hoch – schon das hat mich jeweils gestört», lacht er heute rückblickend. Dann kommt die Atmosphäre dazu, die davon lebt, dass alles nahe beisammen ist, was dem Gegner auch immer mal Schwierigkeiten bereiten kann.

laederach-lagersysteme-logo-pos-RGB.pngUnd doch trägt er mittlerweile Gelb-Blau und versucht dem SCL zu einer erfolgreichen Saison zu verhelfen. Zuletzt spielte der gebürtige Emmentaler in Basel, wo er keine Übereinkunft mehr finden konnte. «In der Swiss League hätte ich vielleicht noch 1-2 Jahre zu einem tiefen Einkommen spielen können. Aber ich habe mich dann dazu entschieden, meine berufliche Karriere voranzutreiben. Und doch wollte ich weiterhin Eishockeyspielen», erklärt Rexha. Da kam ihm das Angebot vom SCL gelegen. Geografisch ermöglicht es ihm, in Basel wohnhaft zu bleiben, zumal er dort mittlerweile beim RAV als Personalberater tätig ist, eishockeytechnisch darf er, wie er sagt, sich einer sehr professionellen und ehrgeizigen Organisation anschliessen. «Die Betreuung, die wir in der Off-Season erfahren haben, steht jener in Basel in praktisch nichts nach», erklärt er begeistert, seinen Start im neuen Team erlebte er positiv.

Geholt, um Punkte zu sammeln
Wie gut dieser Start war und auch wie gut die Verpflichtung Alban Rexhas an sich gewesen ist, zeigt sich ab diesem Samstag, beginnt doch nun endlich die neue Saison. Und Rexha ist dabei zweifellos gefordert. Der Stürmer wurde geholt, um Punkte zu generieren und die offensive Verantwortung auf zusätzliche Schultern zu verteilen. Dass er dies kann, zeigte er an mehreren Stationen, beispielsweise auch in Basel, als er im Jahr 2022 beim Aufstieg in die Swiss League mithalf und immerhin 32 Punkte in 24 Spielen sammelte. «Daran möchte ich anknüpfen», sagt der Stürmer, den Erwartungen ist er sich bewusst. Als 33-Jähriger gehört er zudem zu den erfahreneren Akteuren, in der Kabine werde er sicherlich nicht der Leiseste, aber schon auch nicht der Lauteste sein, erzählt er. Ein genaues Punkteziel will er derweil nicht nennen, sagt aber scherzhaft: «Wenn ich bis zuletzt nur ein Tor geschossen habe, dann wars zu wenig.» Dass er vor wenigen Jahren bereits in der My Hockey League – damals MySports League – gespielt hat, erachtet er als Vorteil, vielleicht auch um einen Teil der Akklimatisierungszeit zu überspringen.

Spannendes erstes Spiel
Wie diese allgemein mitspielt, wird sich vielleicht schon am Samstag im ersten Spiel zeigen – womöglich aber zum Vorteil des SC Langenthal. Gegen Wetzikon steht ein neu aufgebautes Team gegenüber, welches auf dem Papier als Mitfavorit gilt. «Auf Wetzikon bin ich gespannt», sagt auch Alban Rexha, vielleicht habe sich die Mannschaft noch nicht ganz gefunden, was ein Vorteil sein könnte. Zugleich ist es aber auch für den SCL ein erstes Spiel, der aber neben den Transfers von Mischa Bleiker und Alban Rexha vor allem auch Spieler wie Nils Wehrli, Tim Schaub, Jannik Grossenbacher und Rafaele Sommer ins Team integrierte, die in den letzten Saisons bereits Spiele mittels B-Lizenz beim SCL absolvierten und die Begebenheiten dadurch bereits ein wenig besser kennen. Genaue Einschätzungen seien im Vorfeld dadurch aber schwer, findet Alban Rexha, «sicher wird dieses erste Spiel gleich ein erster guter Gradmesser. Auch wenn es die Saison nicht entscheidet, erhält man einen Fingerzeig, wo man steht.» 

Wo man zuletzt stehen will, ist für Rexha indes klar: In den Top-Vier. «Ich persönlich finde es zu wenig «nur» davon zu reden, die Playoffs zu schaffen. Und zeitgleich schon vor der Saison vom Meistertitel zu reden ist auch ein bisschen verfrüht», erklärt er. Zweites Ziel könnte man sich dann je nach Saisonverlauf durchaus noch vornehmen, hier gilt aber vorerst die typische Sportfloskel «Schritt für Schritt». Unabhängig davon ist die Vorfreude auf die neue Saison bereits jetzt gross – und der Wille, es nach dem im letzten Jahr wenig zufriedenstellenden siebten Rang besser zu machen, ebenso.
 

FANKARTE
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