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20. Januar 2026

SCL-Juniorinnen reisen ins Mutterland des Eishockeys

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Lou Kaser und Vida Hosner freuen sich bereits jetzt ganz besonderes auf Mitte Februar: Gemeinsam dürfen die beiden SCL-Juniorinnen nämlich nach Kanada reisen, um beim internationalen Eishockeyturnier «PeeWee» mitzumachen. Für die beiden 12-Jährigen ein besonderes Highlight.

Seit vielen Jahren wird in Kanada das sogenannte «PeeWee»-Turnier durchgeführt, welches jahrelang als inoffizielle U13-Weltmeisterschaft bezeichnet wurde. Während über 60 Jahren konnten aber nur Knaben-Auswahlen teilnehmen, mittlerweile zum dritten Mal sind aber auch Mädchen-Teams an einem eigenen Turnier mit dabei. Während schon diverse SCL-Junioren mit dabei waren, dürfen heuer erstmals auch zwei SCL-Juniorinnen mitspielen. Lou Kaser und Vida Hosner, die beide zur U14-Mannschaft des SC Langenthal gehören, konnten sich im Selektionsprozess durchsetzen und dürfen deshalb am 10. Februar in ein Flugzeug steigen, welches sie nach Nordamerika bringt. «Ich bin in meinem Leben noch gar nie geflogen und war schon lange nicht mehr in den Ferien. Deshalb bin ich schon ein bisschen aufgeregt», sagt Vida Hosner. Lou Kaser bestätigt dies, sie habe zwar schon einmal in Amerika Ferien gemacht, aber dennoch sei bereits jetzt ein bisschen Aufregung vorhanden.

Kalte Tage stehen bevor
In kanadischen Québéc werden die beiden während zwei Wochen bei der gleichen Gastfamilie wohnen. Während bei Vida Hosner Vater Nik Wüthrich und Mutter Sonja Hosner mitgehen, geht auch bei Lou Kaser mit Vater Etienne Kaser ein Elternteil mit. «Wir Eltern übernachten aber alle im Hotel», schmunzelt Vater Etienne Kaser. Abgesehen von den Spielen, die unter anderem im Centre Vidèotron mit einem Fassungsvermögen von 20'000 Zuschauern stattfinden, werden die Programme von Eltern und Töchter aber oft unterschiedlich sein. «Es sind diverse Aktivitäten geplant, von denen wir bereits wissen», verrät Lou Kaser. Als Team werden sie ein Schlittenhund-Rennen miterleben, ein NHL-Spiel besuchen, in Quebec shoppen gehen oder auch örtliche Sehenswürdigkeiten anschauen. «Ich bin gespannt, wie kalt es dort sein wird. Wir haben gehört, dass es sehr kalt ist», sagt die Thunstetterin Vida Hosner lachend. 

Speziell ist es für Lou Kaser ausserdem, weil sie mit dieser Reise auch zu ihren Wurzeln reist. Weil ihre Grossmutter Kanadierin ist, ist die junge Lotzwilerin ein Viertel Kanadierin. Dass sie mit ihrer Grossmutter ausserdem Französisch spricht, dürfte ihr auch helfen, wenn sie sich beispielsweise mit ihrer Gastfamilie unterhält. «Französisch verstehen kann ich ziemlich gut», sagt Lou Kaser deshalb, der schwer zu verstehende Akzent der «Québécois» macht ihr aber noch ein bisschen Sorgen.

In Trainings für den Feinschliff sorgen
Um überhaupt dabei sein zu dürfen, haben die beiden 12-jährigen Mädchen einen Selektionsprozess durchlaufen. An sogenannten «Girls-Turnieren» haben sie in der letzten Saison unter anderem mit dem SC Langenthal Spiele bestritten, danach haben sie in Fribourg ein Try-Out gespielt. «Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir ausgewählt werden. Ich dachte, dass ich zu wenig gut gewesen bin», erzählt Lou Kaser. Als dann die Eltern eine Mail mit der Einladung erhielten, sei die Freude umso grösser gewesen, erzählen beide. 

Nun wollen sie sich in den verbleibenden Trainings beim SC Langenthal gut vorbereiten. «Etwas schneller werden», setzt sich Lou Kaser als Ziel, «ein paar Mal joggen gehen, um die Ausdauer zu verbessern», will Vida Hosner. Dann soll es vor Ort vielleicht auch damit klappen, ein Tor zu schiessen oder tolle Assists zu spielen, sagen beide. Während Lou Kaser nämlich auf dem linken Flügel spielt, wird Vida Hosner zumeist als Mittelstürmerin eingesetzt, sodass sich die beiden natürlich auch offensiv in Szene setzen möchten. 

Vor Ort warten auf die beiden dann hochklassige Spiele. In insgesamt sieben Partien könnten sie beispielsweise auf die «Detroit Junior Red Wings Girls» oder aber auf Landesauswahl von Tschechien treffen. Gespielt wird von Beginn weg im K.O.-Modus, wer verliert duelliert sich danach nur noch mit anderen Teams die schon verloren haben und darf dadurch nicht mehr im grossen Hauptstadion antreten. «Immerhin zwei Spiele dort zu spielen wäre schon toll», sagt Vida Hosner. Ein bisschen Nervosität werde dann aber dazugehören, vor allem auch wenn das grosse Stadion dann plötzlich viele Zuschauer fasst. «Wenn ich etwas falsch mache, sehen das dann ganz viele Menschen», sagt Lou Kaser, «vor so vielen Menschen zu spielen wird sicher ungewöhnlich», meint auch Vida Hosner. So oder so dürfte der Ausflug nach Kanada, der bis am 22. Februar dauert, unvergesslich sein. Sportlich erhoffen sich die beiden zudem, dass sie sich mit guten Leistungen vielleicht auch für das kantonale Mädchen-Talentprogramm empfehlen können. 

Bereits Freundinnen gefunden
Um die Vorfreude zu steigern, konnten die beiden Mädchen bereits mit ihrer Gastfamilie in Kontakt treten, ausserdem besteht bereits jetzt ein Team-Chat, um mit den anderen Mädchen zu schreiben. «Ich habe bereits ein paar Freundinnen gefunden», sagt Lou Kaser, beide Chatten bereits jetzt fleissig mit ihren neuen Teamkolleginnen. Gemeinsam werden sie als «Les Chouettes Selects Suisse» antreten und sich mit den weltweit besten Mädchen ihrer Altersstufe messen. Und dabei dürfen sie auch ein bisschen den SC Langenthal und den Oberaargau im Mutterland des Eishockeys vertreten.

HINWEIS: Vida & Lou werden am 4. Februar beim Heimspiel der 1. Mannschaft im Stadion sein. Wir werden die beiden vorstellen und es wird eine Möglichkeit geben, das bevorstehende Abenteuer der Mädchen mit einem "Batzen" finanziell zu unterstützen.

Lou & Vida haben schon mal auf privater Basis ein Crowdfunding lanciert.
Hier kann auf diesem Weg unterstützt werden:
 

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