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23. September 2026

Nahe dran, aber ohne Punkte nach Hause

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Der SC Langenthal war zu Gast beim im wichtracher Exil spielenden EHC Thun eigentlich die bessere Mannschaft und dank diversen Chancen im Schlussdrittel mehrmals nahe dran, die Partie zu gewinnen. Dass letztlich eine 1:2-Niederlage entsteht, ärgert zurecht.

Der Matchbericht wird präsentiert von Mammut Lift, SCL-Hauptsponsor

In der 37. Minute schien es, als würden sich die intensiven und immer besser werdenden Bemühungen vom SC Langenthal endlich zu lohnen: Als ein Bandenkampf entstand und die Langenthaler konstant traktiert wurden, aber als Sieger hervorgingen, gipfelte das Scharmützel mit einem doch eher rüden Check in den Rücken gegen Karim Krayem direkt vor dem Tor. Dass dadurch der Torhüter der Thuner aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, ebnete den Weg für Verteidiger Andrin Flütsch: Mit seinem Weitschuss traf er das halbleere Tor scheinbar ohne Mühe und konnte damit das 1:0 erzielen. 
Wie angedeutet war dieses verdient. Langenthal war besser, hatte mehr qualitativ gute Chancen, stand aber einem enorm hartnäckigen, körperbetonten Thuner Team entgegen, welches offensichtlich mit Haut, Haar und – zusammengebissenen – Zähnen kämpfte. Und ebendies zeigte sich dann auch Sekunden später: 23 Ticks nach dem 1:0 wurde ein misslungener Schuss von Sascha Inniger via Bande hinter dem Tor zur Vorlage für Michael Bärtschi, der dadurch ausgleichen konnte.

Kläy: Starker Auftritt und Doppelchance
Und so schien der SCL dann eben doch nicht so wirklich belohnt für die Bemühungen, welche sie tätigten. Was fehlte war auch im Schlussdrittel wie lange zuvor das ach so wichtige Tor, an welchem Gelb-Blau auch fortan näher dran war als der weiterhin enorm hartnäckige Gastgeber. Im Zentrum des offensiven Geschehens war gleich zwei Mal Fabio Kläy, der wie schon im ersten Spiel einen starken Auftritt demonstrierte. Nach Querpässen von Karim Krayem (46.) und Janick Liechti (50.) verzog der SCL-Captain aber beide Male ganz knapp gegen Torhüter Gian Graf.
Und so wäre dann letztlich vor allem das Phrasenschwein stolz auf den Ausgang der Partie gewesen, liegt das Schlussfazit doch wahrlich auf dem Präsentiertablett: Wer die Tore nicht schiesst, kassiert sie. In einer von wenigen Situationen in denen Thun in die Offensive gelangte, folgte prompt nach einem wahrlich erkämpften und erknorzten Einsatz das 2:1 für die Oberländer. Mit den 73 verbleibenden Sekunden spürte der SCL das Messer am Hals – und konnte darauf nicht mehr reagieren. Entsprechend enttäuscht war die Stimmung dann beim Interview: «Diesen Match hätten wir gewinnen müssen, die drei Punkte lagen bereit», meinte Michael Büttikofer. Gefehlt habe die Effizienz, ein paar kleine Details, vielleicht mal ein Schuss, «denn verteidigt hatten wir eigentlich zumeist sehr gut.» Dieses 1:2 sei ärgerlich, der Auftritt an sich lasse sich aber auch positiv ansehen. Nach zwei Spielen dürfe man festhalten, dass der SCL für diese Saison bereit sei. Dass im Tableau aber nun irgendwie drei Punkte fehlen bleibt dann doch ärgerlich.

Text und Bild: Leroy Ryser

 

Telegramm:
EHC Thun – SC Langenthal 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)
Sagibach, Wichtracht. – 328 Zuschauer. – SR: Pece, Schüpbach/Lustenberger. – Tore: 37. Flütsch (K. Krayem, Jobin) 0:1. 37. Bärtschi (Jaggi) 1:1. 59. Schärz (Häsler, Gugelmann) 2:1. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Thun. 3mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Thun: Graf; Schweingruber, Beusch; Inniger, Jäggi; Wyss, Maurer; Rösti; Gyger, Rossel, Bärtschi; Fiebiger, Gugelmann, Gauch; Häsler, Küffer, Schärz; Sauthier, Lüthi, Hasler; Luder.
Langenthal: Kurt; Flütsch, Thomas; Grossenbacher, Holstein; Moesch, Moser; Tassinari; Wehrli, Rexha, Jobin; H. Krayem, K. Krayem, Büttikofer; Liechti, Kläy, Balzer; Lanz, Meinen, Schaub.
Bemerkungen: Langenthal ohne Burri (Militär), Bleiker, Naber, Käser, Sommer, Krähenbühl (alle verletzt), Arnold und Eggenweiler (alle Junioren). 40. Moesch scheidet verletzt aus. 59. Time-Out Langenthal. 59:08-60:00 Langenthal ohne Kurt zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.

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