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26. September 2026

Nächste Niederlage trotz Chancenplus

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Der SC Langenthal muss zum zweiten Mal in einem Spiel eine Niederlage einstecken, in welchem man dem Sieg eher näher schien. Gegen Winterthur resultiert eine 1:3-Niederlage, bei der man verärgert auf das Startdrittel blickt: Insbesondere dort liess der SCL zu viele Chancen ungenutzt verstreichen.

Der Matchbericht wird präsentiert von Mammut Lift, SCL-Hauptsponsor

Das Problem hatte sich schon gegen Thun angedeutet und erhielt dann auch im zweiten Spiel im Langenthaler Schoren seine Plattform: Langenthal nutzt seine Chancen nicht. Das ist vor allem deshalb bitter, weil die Oberaargauer grundsätzlich gut spielen und beispielsweise auch im ersten Abschnitt gegen den Absteiger Winterthur einen wirklich starken Auftritt zeigten. Nicolas Jobin liess sich zwei gute Chancen aufschreiben, wobei er jeweils nahe vor dem gegnerischen Keeper in Erscheinung trat, gleiches erlebten die beiden Krayem-Brüder und kurz vor dem Drittelsende hatten Fabio Kläy und Janick Liechti sogar noch in Unterzahl eine gute Chance. Bei ihrem Konter entstand eine Zwei-Gegen-Eins-Situation, die Kläy in seinem 300. SCL-Spiel aber letztlich ebenfalls nicht auszunutzen vermochte. Sprich: Die Oberaargauer hätten aus diesem Drittel eigentlich mit einer komfortablen Führung hervorgehen müssen. 
Glücklicherweise war da aber auch noch der Lotzwiler Tim Schaub, der rotzfrech von der Seite vors Tor preschte und die Scheibe ins obere, nahe Eck lupfte und nach exakt neun Minuten immerhin für das 1:0 sorgte. «Rückblickend war das durchaus ärgerlich, da hätten wir mehr profitieren können», sagt Janick Liechti mit Blick auf das erste Drittel. Gleiches habe sich schon gegen Thun gezeigt, meinte der Stürmer weiter. «Irgendwie fehlt vielleicht ein «Lucky Bounce», der uns den Schwung im Toreschiessen gibt. Das fehlt.»

Durchhänger im zweiten Drittel
Weil der Vorsprung dadurch knapp und alles andere als komfortabel war, roch Winterthur den Braten. Je länger das Mitteldrittel dauerte, desto gefährlicher wurde der Absteiger, was auch dazu führte, dass SCL-Trainer Serge Meyer nach 31 Minuten sein Time-Out nahm, um seine Equipe aufzuwecken. Weil das aber nicht so wirklich klappte, schoss Livio Azevedo dann in Überzahl (36.) das 1:1 und als Silvan Furrer (37.) noch die Latte traf, wäre es für Gelb-Blau beinahe noch schlimmer gekommen. Dass Nicolas Jobin dann in Unterzahl bei einem Alleingang nur den Pfosten traf (39.) reihte sich hingegen nahtlos an die zuvor im ersten Abschnitt vergebenen Chancen an, die das Bild nur ausserhalb der Anzeigetafel zu erhellen vermochten.
Und so gipfelte die unentschiedene Partie in einem spannenden Schlussdrittel, in welchem abermals Langenthal mehr Offensivzeit kreierte und so wie schon in Thun dem Sieg spürbar näher war. Erst recht schien es so, als Gelb-Blau dann auch noch in Überzahl agieren durfte – und doch kam dann auf einmal alles anders. Eine unglückliche Strafe gegen Michael Büttikofer führte nicht nur dazu, dass je vier Spieler auf dem Eis standen, sondern auch, dass Winterthur dann plötzlich gefährlich vors Tor kam und prompt zum goldenen Tor durch Joel Sigg kam. Mit einem Schuss aufs leere Tor von Colin Ivos (60.) endete schon zum zweiten Mal eine Partie mit einer Niederlage, die der SCL hätte gewinnen müssen. Drei Punkte aus neun Spielen, wobei es durchaus möglich gewesen wäre, die jeweiligen Spiele zu gewinnen, ist zu wenig. «Ja, das stimmt. Ich hoffe, dass wir diesen Punkten nicht bis zuletzt hinterherspringen», monierte Liechti im Interview ergänzte zugleich aber zuversichtlich, dass bei der erst gestarteten Saison noch genügend Möglichkeiten folgen werden, um ebenjene Punkte wiederum zurückzugewinnen.

Text und Bild: Leroy Ryser

Telegramm:
SC Langenthal – EHC Winterthur 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)
Schoren, Langenthal. – 851 Zuschauer. – SR: Bangerter/Williner, Stryffeler/Monard. – Tore: 10. Schaub (Grossenbacher) 1:0. 36. Azevedo (Odermatt/Ausschluss K. Krayem) 1:1. 53. Sigg (Ogi/Ausschlüsse Azevedo, Bütikofer) 1:2. 60. (59:17) Ivos (Aufs leere Tor) 1:3.  – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal. 2mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Langenthal: Stauffacher; Grossenbacher, Moser; Sommer, Burri; Holstein, Tassinari; Kaser; H. Krayem, K. Krayem, Jobin; Naber, Rexha, Schaub; Liechti, Kläy, Balzer; Wehrli, Meinen, Bütikofer.
Winterthur: Radonavic; Tallarico, Sigg; Scilaaci, Trachta; Mauchle, Hugentobler; Odermatt, Ogi, Sopa; Azevedo, Furrer, Rais; Togni, Ivos, Prager; Kuster, Studer.
Bemerkungen: Langenthal ohne Thomas, Moesch, Arnold, Bleiker, Käser, Krähenbühl (alle verletzt), Lanz und Eggenweiler (beide Junioren). 31. Time-Out Langenthal. 37. Lattenschuss Furrer. 39. Pfostenschuss Jobin. 58:35-59:17 Langenthal ohne Stauffacher zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.

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