- Matchbericht
Mit Niederlage Qualifikation abgeschlossen
Beim SC Langenthal endet die Qualifikation mit einer knappen 1:2-Niederlage in Seewen. Mit dem Auftritt im letzten Quali-Spiel hatte sich der SCL keine Lorbeeren verdient, war aber bis zum Schluss nahe dran, um Punkte zu gewinnen.
Im letzten Spiel der Qualifikation ging es für den SC Langenthal und den EHC Seewen nicht mehr um viel. Vor allem auch, weil Seewen im letzten Spiel im Nachhinein noch einen Forfait-Sieg gegen Bülach zugesprochen erhielt, und deshalb schon vor dem letzten Spiel uneinholbar auf dem ersten Rang klassiert war und der SCL sich weder nach vorne kämpfen, noch nach hinten fallen könnte. Und das merkte man dem Spiel dann auch ein wenig an. Der SC Langenthal hatte beispielsweise im ersten Abschnitt nur wenige Offensivaktionen, Seewen kontrollierte zumeist die Partie und liess es gar nicht erst zu, dass sich der SCL gross in der Offensivzone hätte festsetzen können. Und Seewen nutzte eine gute Chance kaltblütig aus, sodass diese verdientermassen 1:0 führten. Langenthal hätte zwar mit der ersten Powerplay-Situation ebenfalls in Führung gehen können, gute Chancen fehlten aber. Und als dann Seewen in Überzahl agierte, entstand kurz vor dem Ablauf dank Remy von Allmen das 1:0, nachdem ein Querpass von Valentino Cavelti die Situation eröffnete.
Unnötige Strafen, nur ein Gegentor
Dazu kam dann im Mitteldrittel ein altbekannter Schwächepunkt der Langenthaler: Gelb-Blau nahm Strafen, die nicht nur unnötig, sondern teilweise fahrlässig waren. Seewen profitierte davon indes verhalten, nachdem es in der dritten Überzahlsituation in diesem Mitteldrittel gelang, die Langenthaler etwas länger einzuschnüren, erzielte Noé Bachmann (36.) mit einem Weitschuss das ebenso verdiente 2:0. Dass Seewen die Punkte nicht mehr unbedingt benötigte, führte wahrscheinlich auch dazu, dass in diesem schwachen SCL-Drittel nicht noch mehr Tore für das Heimteam fielen.
Weil Seewen es aber eben versäumte, die Vorentscheidung der Partie zu erwirken, kam der SC Langenthal dann tatsächlich noch einmal ins Spiel zurück. Nach vier Drittelsminuten nahm Nicolas Jobin die Scheibe clever mit, verarbeitete sie schnell und schoss aus dem Handgelenk. Die Scheibe entging dem gegnerischen Keeper auf der Fanghandseite, sodass es mit Blick auf den Spielverlauf doch eher plötzlich 1:2 stand.
Und obwohl sich der SC Langenthal mit seiner Leistung in Seewen wahrlich keine Lorbeeren verdiente, stand es fünf Minuten vor Schluss weiterhin nur 1:2. Und weil Seewen in den letzten Minuten nicht mehr viel tat um nach vorne zu kommen, gab es tatsächlich immer mal wieder Offensivsituationen, die für Gelb-Blau zum Ausgleich hätten führen können. Letztlich ging die Partie aber zu Ende ohne eine erneute Wende, sodass sich der Favorit dann eben doch mit einem 2:1 durchsetzen konnte.
Seitenblick – Bülach wird Play-Ins-Gegner
Der EHC Bülach bezwingt im letzten Spiel die Pikes Oberthurgau mit 4:1. Bereits im ersten Drittel gelingt den Zürchern die Führung, diese tragen sie ins Ziel. Mit dem Erreichen des achten Rangs sind sie nun der Gegner des SCL in den Play-Ins.
Text und Bild: Leroy Ryser
Telegramm:
EHC Seewen – SC Langenthal 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)
Kunsteisbahn Zingel, Seewen. – 714 Zuschauer. – SR: Baumann/Bangerter, Pföstl/Halberstadt. – Tore: 7. Von Allmen (Cavelti, Schleiss/Ausschluss Hamr) 1:0. 36. Bachmann (Livio Langenegger/Ausschluss K. Krayem) 2:0. 44. Jobin (Holstein) 2:1. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Seewen. 7mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Seewen: Schön; Bachmann, Kieni; Gysi, Von Allmen; Wey, Büeler; Koster; D. Schnüriger, Burkhalter, Schönmann; R. Schnüriger, Fischer, Livio Langenegger; Maurenbrecher, Capaul, Welter; Steiner, Luca Langenegger, Schleiss; Cavelti.
Langenthal: Kurt; Thomas, Burri; Krähenbühl, Moser, Perrenoud; Stöckli; Holstein; K. Krayem, H. Krayem, Jobin; Diezi, Kläy, Wehrli; Schmid, Mojonnier, Liechti; Ranov, Balzer, Hamr.
Bemerkungen: Langenthal ohne Meinen, Schmied, Tassinari, Käser (alle Junioren/überzählig), Wyniger, Naber, Bandiera und Girardin (alle verletzt). 60. Time-Out Langenthal. 59:15-60:00 Langenthal ohne Kurt zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.