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GV 2026
Stadionprojekt als grosse Herausforderung
Der SC Langenthal steht wirtschaftlich gesund da. Zwar musste an der Generalversammlung der SCL AG ein Verlust in der Jahresrechnung ausgewiesen werden, der jedoch mit Rückstellungen gedeckt werden konnte. Als grosse Herausforderung erweist sich aktuell das Projekt «Sanierung Eishalle Schoren», das mittlerweile so richtig Fahrt aufgenommen hat.
Drei Jahre nach dem freiwilligen Abstieg aus der Swiss League hat sich der SC Langenthal endgültig stabilisiert, sowohl im sportlichen Bereich, wo man sich in der MyHockey League im Mittelfeld eingereiht hat, wie auch wirtschaftlich. Zwar musste an der Generalversammlung der SC Langenthal AG nach zwei finanziell sehr erfolgreichen Jahren erstmals wieder ein Minus in der Jahresrechnung 2025/26 ausgewiesen werden, das jedoch mit Rückstellungen aus den vergangenen Jahren gedeckt werden konnte. «Es ist grundsätzlich nicht unser oberstes Ziel, grosse Gewinne zu realisieren, dennoch streben wir auch in Zukunft bei den Jahresrechnungen zumindest eine schwarze Null an», kommentierte SCL-Verwaltungsrat Sandro Fuhrer (Ressort Finanzen) das Ergebnis, das der einzige Hauptaktionär, der Verein SC Langenthal, diskussionslos genehmigte. Und so sieht das Budget für die kommende Saison ebenfalls ein marginales Defizit vor oder eben eine «schwarze Null».
Nebst dem Tagesgeschäft mit dem sportlichen Betrieb beschäftigt sich der Verwaltungsrat der SCL AG aktuell sehr intensiv mit dem Projekt «Sanierung Eishalle Schoren». An diesem Projekt muss sich der SC Langenthal finanziell mit einem substanziellen Betrag beteiligen. Wie SCL-Verwaltungsratspräsident Walter Ryser an der GV erläuterte, habe man dazu eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese werde in den nächsten Wochen Gespräche mit diversen möglichen Investoren führen, die den SCL bei diesem Vorhaben und damit das Projekt unterstützen könnten. Zudem finde auch ein intensiver und regelmässiger Austausch mit den Verantworltichen der Kunsteisbahn Schoren sowie der Stadt Langenthal statt, um das Projekt gemeinsam zu koordinieren und weiter voranzutreiben. Vorgesehen ist, dass bis Ende Jahr die Finanzierung grossmehrheitlich gesichert ist. Im Sommer 2027 wird dann der Langenthaler Stadtrat über das Projekt befinden und anschliessend folgt am 19. September 2027 noch eine Volksabstimmung. Bei einem positiven Entscheid würde anschliessend die Realisierungsphase starten.
Peter Stucki Ehrenmitglied
In seinem Jahresbericht hob Walter Ryser insbesondere die SCL-Nachwuchsabteilung hervor, die äusserst erfolgreich unterwegs ist. So konnten auch letzte Saison nach schwierigen und zum Teil nervenaufreibenden Momenten alle Teams der Stufen U14 bis U21 ihre Liga-Zugehörigkeit in der obersten oder zweitobersten Spielklasse wahren, was als grosser Erfolg zu werten ist. Dieses erfreuliche Ergebnis hat allerdings ihren Preis, kostet doch der SCL-Nachwuchs rund eine Million Franken. Dafür gelang es in den letzten Jahren, einige Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft zu integrieren. SCL-Sportchef Marc Kämpf bekräftigte an der GV, dass dieser Trend fortgesetzt werden soll, um dem MyHockey-League-Team noch mehr SCL-DNA zu vermitteln.
An der GV stellte sich der aktuelle Verwaltungsrat der SC Langenthal AG, mit Walter Ryser (VR-Präsident) an der Spitze sowie den Mitgliedern Simon Flückiger (Rohrbach), Silvia Jäger (Utzigen), Raphael Ciapparelli (Langenthal), Sandro Fuhrer (Thörigen), Thomas Liechti (Schwarzhäusern) und Fabian Furrer (Wangenried) zur Wiederwahl für die Spielzeit 2026/27. Sven von Gunten (Langenthal), Präsident des Vereins SC Langenthal, sprach dem VR seitens des Vereins-Vorstandes das vollste Vertrauen aus und bestätigte damit die Wahl des aktuellen Verwaltungsrates.
An der vorangegangenen Hauptversammlung des Vereins SC Langenthal, die von 30 stimmberechtigten Mitgliedern besucht wurde, ernannten die Anwesenden Vereinsmitglieder Peter Stucki (Aarwangen) für mittlerweile 44 Jahre Tätigkeit als Funktionär verdientermassen zum Ehrenmitglied.