- Matchbericht
Gute Leistung bleibt unbelohnt
Auch eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Auftritt in Frauenfeld (2:4-Niederlage) nützte dem SC Langenthal in Seewen nichts: Dank der grösseren Klasse setzte sich der amtierende Amateurmeister aus der Innerschweiz gegen die beherzt agierenden Langenthaler am Ende verdient mit 3:1 durch.
Der Matchbericht wird präsentiert von Mammut Lift, SCL-Hauptsponsor
Bereits nach fünf Minuten war in der Partie gegen Seewen eines klar ersichtlich: Die Leistung des SC Langenthal war deutlich besser als zuletzt in Frauenfeld. Das stark ersatzgeschwächte Team, das für die Partie in der Innerschweiz mit etlichen Nachwuchsspielern ergänzt wurde, begann die Partie äusserst engagiert und diszipliniert. Mehr noch, die Gäste aus dem Oberaargauer waren in der Startphase zeitweise sogar das spielbestimmende Team auf dem Eis.
So überraschte es nicht, dass nach einer feinen Einzelleistung von U21-Spieler Patrick Kiefer der SCL plötzlich in Führung lag. Dass ausgerechnet ein Nachwuchsspieler traf, überraschte nur auf den ersten Blick, ist doch der junge Stürmer in der SCL-U21-Equipe aktueller Topskorer und weiss, wie man Tore erzielt. Leider sollte er der Einzige sein, der an diesem Abend bei den Gästen über die nötigen Qualitäten verfügt, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden.
Denn mit Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Einheimischen einen Gang höher, was den Gästen in der Folge sichtlich mehr Mühe bereitete. Obwohl die Leistung der Langenthaler nach wie vor stimmte, war der Ausgleich der Innerschweizer die logische Folge ihrer Leistungssteigerung. Nach diesem Treffer glich sich das Geschehen wieder aus und die Langenthaler überzeugten nach wie vor durch eine hartnäckige, kämpferische und sehr disziplinierte Spielweise.
Nur im Spiel nach vorne, blieben die Gäste die gesamte Partie hinweg äusserst harmlos. Zwar fehlte es nicht am Willen, dafür aber an der Entschlossenheit, an Konsequenz und dem nötigen Druck. «Es fehlt momentan ganz klar an der Effizienz», stellte auch SCL-Stürmer Tim Schaub nach der Partie enttäuscht fest. So kam es, wie es zu befürchten war: Ein äusserst unglücklich abgefälschter Schuss landete zur 2:1-Führung im SCL-Tor, was bereits die Entscheidung bedeute, denn trotz einem mächtigen Aufbäumen in den letzten Minuten blieben die Langenthaler vor dem Tor glück- und erfolglos.
«Wir wollten heute die drei Punkte unbedingt. Wir haben gekämpft und sind als Team geschlossen aufgetreten, leider hat es dennoch nicht gereicht», zeigte sich auch Tim Schaub etwas ratlos. Vielleicht studiere man vor dem gegnerischen Tor einfach zu viel, suchte er nach Gründen für das Versagen. Für die nächsten Spiele sei deshalb klar, wo der Hebel angesetzt werden müsse, weiss der junge SCL-Stürmer: «Wir müssen mehr Schüsse aufs Tor bringen, vor dem Tor mehr präsent sein und mit wilder Entschlossenheit den Torerfolg suchen.» (Walter Ryser)
Telegramm
EHC Seewen – SC Langenthal 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)
KEB Zingel, Seewen. – 487 Zuschauer. – SR: Schüpbach; Bieri, Lustenberger. – Tore: 17. Fiechter (Kläy) 0:1. 27. Schriber 1:1. 41. D. Schnüriger (Maurenbrecher) 2:1. 60. (59:28) Steiner (ins leere Tor) 3:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Seewen; 6-mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Seewen: Kobler; Kieni, Bachmann; Von Allmen, Gysi; Wey, Büeler; Schriber; D. Schnüriger, Schönmann, Livio Langenegger; Maurenbrecher, Woodtli, Waser; Schommer, Schwitter, Steiner; R. Schnüriger, Luca Langenegger, Tallarico; Cavelti.
Langenthal: Stauffacher; Landskroner, Moser; Grossenbacher, Burri; Holstein, Tassinari; Sommer, Moesch; Rexha, Kläy, Kiefer; K. Krayem, Schaub, Jobin; Liechti, Meinen, Wehrli; Naber, Aeberhard, Kaser.
Bemerkung: Langenthal ohne Krähenbühl, Thomas, Balzer, H. Krayem, Bleiker, Käser (alle verletzt) und Bütikofer (überzählig).
