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10. März 2026

Auch im zweiten Spiel ohne Torerfolg

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Der SC Langenthal bleibt gegen Seewen auch nach dem zweiten Halbfinalspiel tor- und sieglos: Obwohl die Partie lange Zeit ausgeglichen ist, führt der Favorit die Zügel. Als es dem SCL dann kurzzeitig gelingt gefährlich zu werden, macht der EHCS den Sack zu. Letztlich steht es 4:0.

Nahe dran und doch manchmal wieder weit weg. Auch im zweiten Spiel gegen Favorit Seewen hatte der SC Langenthal immer wieder Chancen, liess den Gegner auch resultattechnisch lange nicht so richtig davonziehen – und doch war Seewen immer ein Ticken besser, liess nur wenig zu und hielt dadurch den Gastgeber stets auf Distanz. Auch deshalb ähnelte diese zweite Partie in vielen Situationen ein bisschen der ersten. Seewen hatte die Begegnung im Griff und diktierte oft deren Tempo und Dynamik. Auch spielte ihnen in die Karten, dass Langenthal von den wenigen offerierten Chancen nicht profitieren konnte. Ein gutes Beispiel zeigte sich in der 24. Minute, als nach einem Weitschuss von Gian-Marco Schmied der Pfosten klirrte und Janis Schmid die umherspickende Scheibe übers Tor lupfte statt ins Tor. Und gut zehn Minuten später kam sogar Karym Krayem inmitten des Slots nach einem Querpass zum Abschluss, wie schon in Seewen war dem Mittelstürmer das Glück aber nicht hold, sodass er diese Grosschance nicht zum 1:2 ausnutzen konnte. 
Dies hätte dem SCL durchaus neues Leben einhauchen können, denn auch dieses fehlte irgendwie, der viel zitierte Funken sprang oft nicht so richtig über, weil Seewen meist zu gut organisiert war. Zweifellos lag das auch am Zwei-Tore-Rückstand, der bereits im ersten Abschnitt entstand. Langenthal versuchte zwar, sich zu wehren, bekundete aber mit den spielstarken Gegnern Mühe. In vielen Situationen waren die Seewener schneller an der Scheibe, auch reaktionsschneller und dadurch dann irgendwann auch gefährlicher. Dass man bei den Langenthalern unter anderem einer doppelten Überzahl im ersten Abschnitt nachtrauerte, passte irgendwie, denn während im Viertelfinal gegen Franches-Montagnes noch vieles gelang, sah das nun gegen Seewen anders aus.

Erneut: Pfostenschuss und Gegentor im Gegenzug
Gründe dafür suchte beispielsweise David Burri, auch er tat dies aber vergebens. «Ich denke schon, dass wir Chancen haben, aber woran es liegt, dass wir erneut nicht trafen, ist schwer zu erklären. Ich kann den Grund gerade nicht benennen», so der Verteidiger. Und dennoch: rein resultattechnisch war wie schon in Seewen auch nun im Schoren vor 1872 Zuschauern im Schlussdrittel noch alles drin. Ein Zwei-Tore-Rückstand ist im Eishockey durchaus aufholbar, aufgrund der Souveränität die Seewen an den Tag legte, fehlte aus neutraler Sicht aber auch ein wenig die Zuversicht. Trotzdem schien es plötzlich, als könnte etwa zur Drittelsmitte der Funken überspringen und für Gelb-Blau kam kurze Zeit neue Hoffnung auf. Aber auch hier glich die zweite Partie einmal mehr der Ersten. Denn nachdem David Hamr auf der einen Seite nur den Pfosten traf (51.), versenkte Luca Langenegger quasi im Gegenzug abermals die Scheibe ins Tor und erhöhte dadurch auf 3:0.
Just in dem Moment, in welchem der SC Langenthal für kurze Zeit gefährlicher schien erhöhte Seewen also das Tempo und lieferte dann wenige Minuten später auch noch das 4:0 nach. Obwohl die Oberaargauer spielerisch dem Gegner näher scheinen als noch im letzten Jahr, droht erneut das gleiche Szenario wie im letzten Halbfinal. Am Donnerstag werden die Oberaargauer im dritten Spiel wie schon vor einem Jahr gegen das Saisonende ankämpfen.

Seitenblick – Dieses Mal führt Huttwil
Die zweite Halbfinalpartie war zum Moment der Abgabe abermals nicht beendet, dieses Mal war das Resultat aber umgekehrt: Nun führte Huttwil nämlich mit drei Längen. Während beim letzten Mal die Partie noch drehte, doppelte Huttwil erst kurz vor Abgabe erst noch zum 4:1 nach, um den Vorsprung zu festigen.

Text und Bild: Leroy Ryser

Telegramm:
SC Langenthal – EHC Seewen 0:4 (0:2, 0:0, 0:2)
Schoren, Langenthal. – 1872 Zuschauer. – SR: Bangerter/Baumann, Pföstl/Halberstadt. – Tore: 6. Steiner (Wey, Schleiss) 0:1. 14. Schleiss (Wey) 0:2. 51. Luca Langenegger (Schleiss) 0:3. 55. F. Langenegger (Büeler) 0:4. – Strafen: 5mal 2 Minuten plus 1x10 Minuten (Liechti) gegen Langenthal. 4mal 2 Minuten gegen Seewen.
Langenthal: Stauffacher; Thomas, Burri; Krähenbühl, Holstein; Moser, Stöckli; Schmied; H. Krayem, K. Krayem, Diezi; Wehrli, Kläy, Bütikofer; Schmid, Meinen, Liechti; Naber, Hamr, Jobin.
Seewen: Kobler; Bachmann, Koster; Gysi, Von Allmen; Wey, Büeler; Gärtner; Capaul, Burkhalter, D. Schnüriger; Schönmann, F. Langenegger, Livio Langenegger; Maurenbrecher, Fischer, Welter; Steiner, Luca Langenegger, Schleiss; R. Schnüriger.
Bemerkungen: Langenthal ohne Käser, Tassinari, Ranov (alle Junioren/überzählig), Balzer, Wyniger, Mojonnier, Perrenoud, Bandiera und Girardin (alle verletzt). 24. Pfostenschuss Schmied. 50. Pfostenschuss Hamr.

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