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3. Januar 2026

Neues Jahr, erneut fehlendes Glück

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Der SC Langenthal muss zum Jahresstart eine bittere Niederlage einstecken: Noch im ersten Drittel lief vieles wie geschmiert, einmal mehr fehlte aber der Ertrag. Trotz Überlegenheit stand es nach 20 Minuten 2:2, wohl auch deshalb resultierte zuletzt eine 3:4-Niederlage.

Der SC Langenthal zeigte im ersten Drittel im neuen Jahr beinahe eine Glanzvorstellung. Beinahe. Auswärts gegen Dübendorf wiesen die Oberaargauer ihren Gegner eindrücklich in die Schranken. Gelb-Blau powerte, dominierte, ermöglichte sich Abschlusspositionen und je länger das Drittel dauerte auch gute Chancen. Es entstanden in Angriffen Überzahlsituationen, in diverse Momenten konnte sich Dübendorf nur noch mit einem unerlaubten Befreiungsschlag helfen und so war der Gast ab und zu schlichtweg überlegen. Und Dübendorf? Hatte kaum Chancen. Kaum. Und eben genau deshalb, war der Start nur beinahe eine Glanzvorstellung. Aus nur schwer erklärbaren Gründen stand es nach diesen 20 Minuten nämlich 2:2. Bei angezeigter Strafe (7.) hatte Fabian Ganz mit einem Weitschuss das 1:0 erzielt, 8 Sekunden vor der Pause glich dann Lukas Schläppi in Überzahl auch noch zum 2:2 aus. Für den SCL sicherlich ärgerlich, denn eigentlich hätten die Oberaargauer gut und gerne deutlicher als mit zwei Längen führen können. Patrick Bandiera (8.) scheiterte bei einem Eins-gegen-Eins mit dem gegnerischen Keeper Joel Messerli, auch sonst hatte ebendieser Messerli wesentlich mehr zu tun als sein Gegenüber Colin Stauffacher. Bei den beiden Gegentoren war er aber machtlos, so traf der Lotzwiler und SCB-Leihgabe Tim Schaub (13.) zum 1:1-Ausgleich, ehe Janis Schmid sich für eine in diesem Drittel sehr starke Leistung mit einem Direktschuss und dem 2:1-Führungstor belohnte. Mike Wyniger hatte indes beide Tore sehenswert aufgelegt und trug ebenfalls viel zur zwischenzeitlich verdienten SCL-Führung bei.

Dritter Schuss, drittes Tor
Da hätte man denken können, dass sich der SCL für die zuvor starke Leistung dann endlich im zweiten Drittel belohnen würde, aber auch hier sollte genau das Gegenteil eintreten. Mit dem dritten Schuss folgte nämlich schon Dübendorfs drittes Tor und die 3:2-Führung nach nur 26 Drittelssekunden. Dabei entging Dominik Hardmeier der SCL-Abwehr auch noch in Unterzahl und liess Colin Stauffacher bei seinem gut platzierten Schuss keine Abwehrchance.
Ebendieses 3:2 änderte den Spielverlauf dann aber doch ein bisschen, während der SCL nun vermehrt eher verunsichert schien, kam Dübendorf nun besser ins Spiel und kreierte vermehrt Chancen. Abermals in Überzahl (38.) folgte dann auch noch das 4:2, erzielt von Jari Allevi, welches etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss eine ganz andere Richtung angab, als man dies im ersten Abschnitt hätte vermuten können.

Erstes Saisontor bringt 3:4
Dafür, dass es dann im Schlussdrittel wieder spannend wurde, war derweil Finn Naber besorgt: Noch in der Mittelzone gewann er das Duell um den Puck, indem er den gegnerischen Stock anhob, im offensiven Drittel fackelte er dann nicht lange (47.) und schoss die Scheibe in Richtung entfernter Torpfosten, wo sie letztlich nur wenige Zentimeter daneben im Netz einschlug. Das für den SCL wichtige 3:4 war Nabers erster Torerfolg in der laufenden Saison und eröffnete auch mit Blick auf die 13 verbleibenden Minuten Chancen, um doch noch Punkte aus Dübendorf zu entführen.
Bis zuletzt zeigte sich aber, dass nicht immer alle Redewendungen passen. Denn: Neues Jahr, neues Glück, alte Leier: Der SC Langenthal spielt zwar gut, hat auch im Schlussdrittel dann mehr vom Spiel und mehr Scheibenbesitz, es gelingt aber nicht, sich für den guten Auftritt zu belohnen. In Dübendorf gewinnt auch deshalb letztlich die effizientere Mannschaft und nicht unbedingt die Bessere. 

Seitenblick – Bülach schlägt Lyss
Der EHC Bülach gewinnt auswärts zum Start ins neue Jahr nach 0:2-Rückstand gegen den SC Lyss mit 5:2. Bei den Zürchern trifft Ex-Langenthaler Nicolas Odermatt doppelt, einerseits zum 1:2, andererseits ins leere Tor zum 5:2.

Text und Bild: Leroy Ryser

Telegramm:
EHC Dübendorf – SC Langenthal 4:3 (2:2, 2:0, 0:1)
Eishalle im Chreis, Dübendorf. – 895 Zuschauer. – SR: Baumann, Dana/Fender. – Tore: 7. Ganz (Bettinaglio/Strafe angezeigt) 1:0. 13. Schaub (Wyniger, Liechti) 1:1. 19. Schmid (Wyniger) 1:2. 20. (19:52) Schläppi (Hardmeier/Ausschluss Wyniger) 2:2. 21. (20:26) Hardmeier (Ausschluss Kammermann!) 3:2. 38. Allevi (Hardmeier/Ausschluss Kläy) 4:2. 47. Naber (Moser, Schaub) 4:3. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Dübendorf. 5mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Dübendorf: Messerli; S. Pozzorini, Spillmann; Kallen, Ganz; Brüschweiler, Birchler; Jörg; Schläppi, Hardmeier, Puntus; Kammermann, A. Pozzorini, Allevi; Brauchli, Steiner, Mazzaro; Bettinaglio, Bolliger, Zehnder.
Langenthal: Stauffacher; Wyniger, Moser; Thomas, Grossenbacher; Krähenbühl, Stöckli; Holstein; Liechti, Mojonnier, Schmid; Bandiera, Kläy, Diezi; H. Krayem, Meinen, Jobin; Balzer, Schaub, Naber.
Bemerkungen: Langenthal ohne K. Krayem (gesperrt), Tassinari, Käser, Schmied (überzählig/Junioren), Bütikofer, Ranov, F. Perrenoud und Girardin (alle verletzt). 28. Time-Out Langenthal. 59:57-60:00 Langenthal ohne Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.

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